Pressebericht

Tübingen, 17.12.2001. Auf Antrag von Prof. Dr. Albert Biesinger, Lehrstuhl Religionspädagogik der Kath.-Theol. Fakultät der Universität Tübingen, hat das Regierungspräsidium Tübingen die öffentlich-rechtliche „Stiftung Gottesbeziehung in Familien“ genehmigt.

Biesinger will mit dieser Stiftung das Anliegen der religiösen Begleitung von Kindern in Familien als gesellschaftlich relevantes Thema in die öffentliche Debatte einbringen und stärken. Viele Eltern merkten, dass ihre Kinder religiöse Bedürfnisse und Fragen haben und brauchen dafür Unterstützung durch innovative Materialien und Entwicklungsmöglichkeiten. Eltern seien in zunehmendem Maße bereit, ihre Kinder auch (wieder) religiös zu begleiten, haben aber aufgrund von Unsicherheit und mangelnder Unterstützung Hemmungen, dies zu tun.
Hier setzt die „Stiftung Gottesbeziehung in Familien“ an. Das Team um Prof. Biesinger hat in den letzten Jahren neuartige Projektmaterialien für die religiöse Kommunikation von Eltern und Kindern Zuhause entwickelt, die große Resonanz fanden, z.B. der bereits in der 11. Auflage erschienene Band „Kinder nicht um Gott betrügen“. Er kritisiert nicht nur gesellschaftliche Entwicklungen, die Eltern und Kindern die religiöse Erziehung erschweren, sondern ermutigt vielmehr Eltern zu gelingender religiöser Kommunikation mit ihren Kindern.
Kinder sind religiöse Wesen von innen heraus. Es sei fatal, wenn in einer Gesellschaft alles Andere wichtiger ist, als Kinder mit einem übergreifenden Sinn, der Antwort auf Fragen nach ihrer religiösen Herkunft und Zukunft gibt, vertraut zu machen.
Die „Stiftung Gottesbeziehung in Familien“ ist bewusst als öffentlich-rechtliche Stiftung konzipiert, sie will in weiten Feldern der säkularisierten Gesellschaft kantige Marksteine für religiöse Elternkompetenz und für eine positive Trendwende hinzu mehr religiöser Familienerziehung setzen.
Die Stiftung will „Eltern und Kinder in die Mitte nehmen“: durch Fachkongresse und Foren von Eltern, durch Materialien und Anregungen, die weiterhelfen, durch mediale Diskussion und öffentliche Präsenz und Vernetzung in Wissenschaft und Praxis, im gesamten deutschsprachigen Raum.