Religiöse Erziehung in evangelisch-katholischen Familien

Der rasche Wandel in Gesellschaft, Kultur, Kirche und Religion lässt bekannte Erziehungsmuster fraglich werden. Vor besonderen Herausforderungen stehen dabei konfessions- und religionsverbindende Familien. Das Buch liefert eine eingehende Analyse und bietet Anstöße und Hilfestellungen für Familien, Erzieher, Lehrer und Mitarbeiter in der Gemeinde.

Pressestimme

... Die Autoren der Tübinger Studie legen konfessionsverschiedenen Eltern nahe, sehr genau über die Wegmarken der religiösen Biografie ihrer Kinder nachzudenken. Beispielsweise könne es sinnvoll sein, die Frage "Wo lassen wir unser Kind taufen?" auch danach zu beantworten, wie gut die jeweiligen Angebote in Kinder- und Jugendarbeit einer Konfession vor Ort sind. Weniger ratsam sei es, in der Tauffrage dem Druck der Verwandtschaft nachzugeben, obwohl das vergleichsweise häufig vorkomme. Dass die katholische Kirche verbietet, mit Protestanten gemeinsam zum Abendmahl zu gehen, wird von konfessionsverschiedenen Paaren häufig als Last empfunden. Doch das ist nur eine Hürde im gemeinsamen Glaubensleben. Die Studie fordert Kirchengemeinden auf, sich endlich der Realität in ihren eigenen Reihen zu stellen und Eltern mit verschiedenen Gesangbüchern in Ehevorbereitung, bei der religiösen Erziehung ihrer Kinder und selbst bei der Gestaltung des Sonntags zu unterstützen.
(Südkurier, Marcus Mockler, 25.7.2009)