Wie gewinnen wir durch Religion?

Vater und/oder Mutter und/oder eine andere Bezugsperson begleiten ihr Kind auf dem Kommunionweg durch das gemeinsame Familiengespräch zuhause. Indem sie sich regelmäßig selbst in einer Elterngruppe treffen, haben die Eltern die Chance, sich untereinander auszutauschen und für ihr Leben und ihren Glauben neue Impulse zu erfahren. Die Eltern machen sich gemeinsam Gedanken, was es bedeutet, in Beziehung mit Gott zu leben. Gemeinsam überlegen sie, wie sich das auf ihr eigenes Leben und ihr Leben als Familie positiv auswirken kann.

Die Eltern der Kommunionkinder werden in Gruppen zu regelmäßig stattfindenden Elterntreffen eingeladen. Dort werden Mütter und Väter für die Glaubenskommunikation mit dem eigenen Kind unterstützt und gefördert. Zunächst bereiten sich die Eltern auf die Kommunion ihres Kindes vor, indem sie in dieser biographischen Situation für sich persönlich den Glauben neu buchstabieren und sich die Bedeutung von Communio gegenseitig erschließen (lassen). Diese Treffen sind nicht als Katechismusunterricht zu verstehen, sondern vielmehr als lebendiger Austausch über die eigenen Glaubenserfahrungen, über die eigenen Hoffnungen und Bedenken in der Beziehung mit Gott, über Gottesbilder, über Vorstellungen von religiöser Erziehung und eigene Glaubenszweifel usw.

Zu den Elterntreffen sind Väter und Mütter gleichermaßen eingeladen. Wenn beide Eltern daran teilnehmen, stärkt dies auch ihre Glaubenskommunikation untereinander. Für Alleinerziehende ist es manchmal schwierig teilzunehmen, jedoch zeigt die Erfahrung, dass gerade von ihnen viele positive Rückmeldungen kommen. Familienkatechese richtet sich auch bewusst an die Väter, die oft - bewusst oder unbewusst - die religiöse Erziehung den Müttern übertragen.

Die Elterntreffen sind als ermutigende Einladung für Mütter und Väter zur Weiterentwicklung der eigenen Gottesbeziehung und Lebensgestaltung zu verstehen. Diese Einladung ist deutlich in diesem Sinne auszusprechen, Zwang ist religionspädagogisch grundsätzlich abzulehnen.

Neben der Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben gehört zu den Elterntreffen immer auch die Überlegung, wie zuhause das Familiengespräch mit dem Kommunionkind gestaltet werden kann. Die Elterntreffen werden von Begleitern geleitet; diese moderieren die Treffen und fördern bei den Eltern die Sensibilität, religiöse Erfahrungen wahrzunehmen und auszutauschen.